Wanderfreizeit in Diez an der Lahn

vom 14. Mai bis 21. Mai 2017

Lahntalwanderweg von Limburg bis Niederlahnstein

Tag: 14. Mai

Bei schönstem Sommerwetter, trafen sich die zwanzig SGV Wanderer gegen Mittag im Grafen-schloss, der Jugendherberge von Diez.

 

Da wir unsere Zimmer noch nicht beziehen konnten, stiegen wir in der sanierten Fußgängerzone der Altstadt. Wir bewunderten die herausgeputzten Fach-

werkhäuser, den Säckerbrunnen, die zwei Stein-brücken über die Aar, die alte und neue Lahnbrücke, Stiftskirche und unser Schloss, das hoch über dem Städtchen thronte. 

Dann konnten wir in unsere Zimmer. Besser gesagt in unsere "Zellen". Denn bis 1992 war hier das Dieser Gefängnis. Meine "Einzelzelle" maß ungefähr 7 Quadratmeter dazu kam noch das Bad, das man aus der nächsten "Zelle" eingerichtet hatte.

Der weite Blick aus dem "vergitterten" Fenster war fürstlich.

 

Im Bistro der Jugendherberge aßen wir zu Abend und ein Gläschen Wein sorgte für eine gute Nachtruhe.

 

 

Tag: 15. Mai

Nach einem stärkenden Frühstück ging es am Montag zu unserer ersten Wanderung.

Wir fuhren mit dem Zug bis Limburg, kurz durch die Stadt gegangen und dann wanderten wir über die Lahnauen, an Freiende und der Vollzugsanstalt vorbei, durch den Dieser Stadtwald und Diez.

An der Lahn angekommen, führte uns der Lahnwanderweg über die Höhen nach Faschingen und weiter nach Balduinstein.

Von dort ging es mit dem Zug nach Diez.

Tag: 16. Mai

Von Balduinstein führte uns unser Wanderzeichen gleich bergauf in Richtung Gut Steinberg. Dort besichtigten wir eine Stuten Besamungsstation. Wir stauten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass die Stuten schon 4 Wochen nach der letzten Geburt wieder besamt wurden.

Die Sonne brannte heiß, wir mussten uns von den hübschen Fohlen trennen, denn wir hatten noch einige Höhenmeter vor uns bis zum Goethepunkt.

Dort angekommen, ein letzter Blick nach unten auf Obernhof,und dann erfolgte der attraktive Abstieg zum Bahnhof.

Tag: 17. Mai
Gleich wieder vom Bahnhof Obernhof bergauf. Nicht so steil wie gestern bergab, aber der Berg schien nicht zu enden.

Mit insgesamt 850 Höhenmeter bei mehr als 25 Grad Celsius, war die Wanderung anstrengend aber wunderschön.

In Nassau, vorbei an der Gedenkstätte für Freiherr vom Stein, überquerten wir die Lahn in Richtung Dausenau.

Tag: 18. Mai

07:30 Uhr, beim Frühstück, sahen wir eine "Fata Morgana", die auf uns zukam. Wir trauten unseren Augen nicht.

Peter Jung und Peter Vaupel wollten mit uns frühstücken. Im Gepäck hatten sie für unseren erfahrenen und beliebten Wanderführer, Heinz Lößner 

"ein herzliches Danke schön für seine sorgfältig    organisierten Ferienwanderungen, Wein und eine köstliche SGV-Torte von Frau Vaupel".

Die beiden Vorsitzenden konnten aber nicht mit uns wandern, weil die Stadt Limburg mit ihrem Dom uns den Tag über in Anspruch nehmen würde.

Limburg war wirklich sehenswert.

 

In Dausenau gab es die improvisierte "Kaffeepause".

Gestärkt erreichten wir den Höhenweg an dessen Ende der Concordia Turm stand. Ein Blick nach unten lohnte.

Ganz Bad Ems mit der Brunnenhalle, den vornehmenden Hotels, mit dem Wasserturm und mit der goldenen Kuppel der Russischen Kirche lag unter uns.



Tag: 19. Mai

Es war ein warmer Regentag und wir wandern nicht auf dem Lahntalwanderweg, sondern von Nassau auch ins Hinterland.

Das Zeichen (VT) für "Vier Täler Tour" leitet uns über Scheuern, durch das Mühlbachtal, das Dörsbachtal, das Gelbbachtal in das Lahntal nach Obernhof, wo wir uns mit Kaffe und Kuchen stärkten.

Zum Kloster Arnstein, welches wir schon vom Goethepunkt aus in der Ferne gesehen hatten, machten wir einen Abstecher.

Tag: 20. Mai

Letzter Wandertag und letzte Etappe des Lahntal-wanderweges Bad Ems nach Niederlahnstein war angesagt.

Noch einmal genossener das zarte Grün der Bäume und Büsche, das Gelb der Rapsfelder und Ginster-büsche und die bunten Wiesenblumen.

Bevor wir zur Lahnmündung kamen, ging es die "Rupperts Klamm" hinunter.

Im Verlauf des Rheinsteiges bin ich vor 10 Jahren sie schon einmal heruntergegangen, da fand ich es viel einfacher.

 

Nach einem guten Abendessen in einem Bierlokal in Niederlahnstein fuhren wir mit dem Zug nach Diez.

 

Frisch geduscht trafen trafen wir uns noch in einem Raum unseres Schlosses bei leckeren Kleinigkeiten, um die Reise ausklingen zu lassen.


Fazit:

Alles hat gestimmt:

die Unterkunft, das Essen, die Wanderwege, das Wetter, einschließlich des Regentages und vor allen Dingen die Gemeinschaft.

 

So habe ich es empfunden.

Eure Marianne Nußbaum